Immer mehr Betrugsfälle mit Kreditkarten

08 März 2012

Kreditkartenbetrug ist im weitesten Sinne Wirtschaftsbetrug, der Kreditkarteninhaber erleidet nämlich einen wirtschaftlichen, sprich finanziellen Schaden. Oft geschieht Kreditkartenbetrug unter Verwendung gefälschter Kreditkartendaten oder gestohlener Karten. Schon der versuchte Betrug, umso mehr aber der vollendete Betrug mit Kreditkarten, ist strafbar. Ebenso ist die Fälschung echter oder Herstellung falscher Karten nach deutschem Strafrecht als Verbrechen oder Vergehen strafbar. Geregelt ist dies in den §§266 b StGB §§ 152 a StGB, 152 b StGB.

Die Tricks von Kreditkartenbetrügern

Die Methoden des elektronischen Datenklau´s werden immer erfindungsreicher. Hier bezeichnet man das Phishing, als Erschleichen der Daten durch E-Mails, die unter einem Vorwand telefonisch oder per E-Mail abgefragt werden. Weitere Methoden sind hier das Anbieten von Diensten im Internet oder Warenangeboten in Onlineshops. Mit Scheinangeboten ködern die Betrüger die User, diese sind hier zunächst der Meinung ein besonderes Schnäppchen oder Angebot ergattert zu haben, und die Leistung wird dann mit der Kreditkarte bezahlt. Seriosität des Onlineshops wird dann oft vorausgesetzt und Kreditkarteninhaber geben ihre Kartendaten ein. Hier wird es dann für die Kreditkartenbetrüger ein leichtes an Kreditkartennummern und Kartendaten heranzukommen. Besonders perfide Hacker nutzen Sicherheitslöcher und verfügen sogar über Insiderwissen und kommen so an Kundendateien und Kreditkartendaten heran.

Skimming – auch Geldautomaten ist Vorsicht geboten

Betrug mit KreditkartenSkimming, eine Methode um an Kartendaten zu gelangen wird an Geldautomaten praktiziert. Diese werden derart manipuliert, dass mit beim Sikimming gewonnenen Daten eine Kartenkopie hergestellt werden kann sogar die PIN können die Betrüger hier erhalten. Diese Kreditkartenkopie wird dann dazu genutzt oft hohe Geldbeträge an diversen Bankautomaten abzuheben!

Was kann der Kreditkarteninhaber tun?

Fehlbuchungen sollten dem Kreditkarteninstitut schnellstens schriftlich mitgeteilt werden, selbst wenn einige Institute Kunden eine Frist von 8 Wochen einräumen um eine Rückbuchung zu veranlassen. Widerrufen Kreditkarteninhaber eine Abbuchung, empfiehlt es sich hier unbedingt eine Begründung für die Rückbuchung anzugeben. Das Kreditinstitut ist nur dann frei von der Rückerstattung einer betrügerischen Abbuchung , wenn es dem Kunden nachweist, dass dieser sorgfaltswidrig gehandelt hat. Diebstahl oder Verlust der Kreditkarte müssen ohnehin unverzüglich der Kreditkarten Gesellschaft gemeldet werden. Die Karte wird hier dann gesperrt werden.

Die Haftung bei Kreditkartenbetrug

Eine grundsätzliche Schadenshaftung obliegt zunächst dem Kreditkartenanbieter beim Kartenmissbrauch, ebenso ist dies nach dem Diebstahl von Kreditkartendaten der Fall. Allerdings immer vorausgesetzt, der Kreditkarteninhaber hat keine Sorgfaltspflichtverletzung begangen. Auch darf er nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt haben. Der Kreditkarteninhaber kann übrigens bis zur Kartensperrung ohnehin nur mit dem Höchstbetrag von 150 Euro zur Haftung herangezogen werden – völlig unabhängig von der tatsächlich entstandenen Schadenshöhe! Grundvoraussetzung für die beschränkte Haftung ist allerdings, dass der Karteninhaber einen ordnungsgemäßen Umgang mit seiner Kreditkarte pflegt.

Trotz aller möglichen Risiken – Kreditkarten sind sicher

Wenn auch von Zeit zu Zeit tatsächlich durch Kreditkartenbetrug ein Schaden verursacht wird, sind die Vorteile die Kreditkarten bieten so deutlich, dass der Schaden der dem einzelnen durch Betrug entstehen kann in einer verhältnismäßig überschaubaren Größenordnung steht. Und da im Schadensfall die Kartensperrung und eines sofortige Rückbuchung möglich ist, trägt der Kreditkarteninhaber ein wirklich nur sehr kleines Risiko und hat im Grunde genommen nichts zu befürchten!