Prepaid-Kreditkarten interessant für Freiberufler und junge Leute

21 Oktober 2013

Die Kreditkarte ist heutzutage sowohl privat als auch geschäftlich ein gängiges bis hin zu notwendiges Zahlungsmittel. Mit ihr sind vielfältige Zahlungen bargeldlos möglich. Darüber hinaus ermöglicht sie weltweit das Abheben von Bargeld an den Geldautomaten. Bei Hotelreservierungen oder bei Onlinekäufen im Internet muss, wie es formuliert wird, die Kreditkarte hinterlegt werden. Nur dann gilt die Hotelbuchung als garantiert; das Zimmer wird auch für eine Anreise nach 18.00 Uhr bereitgehalten und nicht wieder zurück in den Verkauf gegeben. Oftmals wird bei ausländischen Onlinekäufen die Kreditkarte als einziges Zahlungsmittel akzeptiert. Sie ist in vielen Fällen mit einem bonitätsabhängigen Kredit verbunden, dem sogenannten Kartenkredit. Beides zusammen, also die Kreditkartennutzung und der damit verbundene Kartenkredit, ergeben die seit Jahrzehnten bekannte Kreditkarte. Mit dem Kartenbesitzer werden zwei Verträge abgeschlossen; der eine über die Kreditkartennutzung, der andere über den bewilligten Kartenkredit. Wenn der aus Bonitätsgründen abgelehnt wird, dann erübrigt sich die Kreditkarte als solche.

Einkommensabhängige Bonität und Schufa-Score

Prepaid Kreditkarte als BeispielDie Kreditkartenanbieter sind Geschäftspartner der Schufa, der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Sie ist eine private Wirtschaftsauskunftei mit Sitz in Wiesbaden. Die Schufa-Geschäftspartner lassen alle Verträge mit ihren Kunden, also mit Privatpersonen, Selbstständigen und Freiberuflern, in die dortige Datenbank eintragen. So entsteht ein sehr genaues und transparentes Bild über das Ausgabeverhalten jedes Einzelnen. Der Schufa-Score ist eine rechnerische Bewertung aller Eintragungen. Zahlungsunregelmäßigkeiten beeinträchtigen als Negativeintragungen den Schufa-Score. Das ist die Ausgabenseite. Voraussetzung für eine Kreditvergabe wie einen Kartenkredit ist auch ein regelmäßiges und gesichertes Arbeitseinkommen. Nachgewiesen werden muss es anhand von Gehaltsabrechnungen der vergangenen Monate, und je nach Kreditkartenanbieter zusätzlich durch Vorlage des Arbeitsvertrages. Das ist weder den Freiberuflern noch den Selbstständigen möglich, besonders nicht in der Existenzgründungsphase. Es liegt in der Natur einer Freiberuflichkeit, dass das Einkommen zwar auftragsabhängig, jedoch solange nicht garantiert ist, bis das Geld auf dem Firmenkonto gutgeschrieben wurde. Der gewünschte Einkommensnachweis kann also nicht beigebracht werden. Ähnlich ist es bei jungen Leuten, die seit kurzer Zeit über ein erstes Arbeitseinkommen verfügen. Weitere Unwägbarkeiten können die Probezeit sein, eine Beschäftigung ohne Arbeitsvertrag oder mit einem Zeitarbeitsvertrag. In solchen Fällen ist dem Kreditkartenanbieter das Kreditausfallrisiko zu hoch. Die Bonität ist nicht ausreichend gut, die gewünschte Kreditkarte nebst Kartenkredit wird nicht ausgegeben. Das ändert jedoch nichts an der Notwendigkeit, im Alltag mit einer Kreditkarte bezahlen zu können oder zu müssen.

Prepaid-Kreditkarte ohne Kredit und ohne Bonitätsprüfung

Die Kreditkartenanbieter haben diese Situation erkannt. Für den betroffenen Personenkreis bieten sie eine Prepaid-Kreditkarte an. Sie ist eine Kreditkarte ohne Kartenkredit, also eine auf Guthabenbasis geführte Kreditkarte. Der Karteninhaber entscheidet selbst über die Höhe des Guthabens auf seinem Kreditkartenkonto. In dieser Höhe kann die Prepaid-Kreditkarte so genutzt werden wie die bekannte Kreditkarte, also wie die mit einem Kartenkredit. Ist das Guthaben aufgebraucht, muss es wieder ergänzt werden. Bis dahin wird die Prepaid-Kreditkarte nicht als Zahlungsmittel akzeptiert. Für den Kreditkartenanbieter ist die Prepaid-Kreditkarte kein finanzielles Risiko. Die für eine Kreditvergabe notwendige Bonitätsprüfung ist nicht notwendig, sie entfällt. In vielen Fällen wird die Prepaid-Kreditkarte auch nicht als Information in die Schufa-Datenbank eingetragen. Das Kreditkartenunternehmen stellt dem Karteninhaber ausschließlich die Möglichkeiten zur Kartennutzung zur Verfügung. Die Bezahlung dafür erfolgt mit der Jahresgebühr, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich hoch ist.

Kein Unterschied zwischen den Kreditkarten beim Zahlungsempfänger

Jahresgebühren bei KreditkartenDer Zahlungsempfänger kann nicht erkennen, ob mit einer „normalen“ oder mit einer Prepaid-Kreditkarte bezahlt wird. Für ihn ist das auch unerheblich, solange die Kreditkartenbezahlung angenommen, also bestätigt wird. Sowohl die Optik als auch die Informationen auf Vorder- und Rückseite lassen keinen Rückschluss auf die Kreditkarte zu. Freiberuflern und jungen Leuten oder Selbstständigen ist mit der Prepaid-Kreditkarte in ihrem Alltag geholfen. Sie ist eine Kreditkarte wie jede andere auch. Der einzige Unterschied ist das erforderliche Guthaben gegenüber dem eingeräumten Kartenkredit. Dafür werden bei Benutzung der Prepaid-Kreditkarte keine Sollzinsen auf dem Kreditkartenkonto fällig. Sie ist in dieser Hinsicht spürbar günstiger als die Kreditkarte mit Kartenkredit. Wenn ein Kreditkartenanbieter ausgewählt wird, der eine Prepaid-Kreditkarte ohne Schufa anbietet, dann erfährt außer Kartenanbieter und Karteninhaber niemand etwas über die Prepaid-Kreditkarte und das dortige Kontoguthaben.