Wie hoch sind die Gebühren beim Bezahlen mit der Kreditkarte

29 Februar 2012

Die Kreditkarte hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen und ist für eine zunehmende Anzahl von Verbrauchern aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie wird gegenwärtig an ca. 30 Millionen Akzeptanzstellen in rund 240 Ländern entgegengenommen und verschafft dem Besitzer auf der ganzen Welt finanzielle Flexibilität und Unabhängigkeit. Ein wesentlicher Vorteil von Kreditkarten ist auch, dass keine großen Geldbeträge mehr mitgeführt werden müssen. Bei Zahlungsvorgängen im Internet ist die Kreditkarte teilweise schon unerlässlich geworden, da immer mehr Online-Anbieter ihre Waren und Leistungen nur noch nach Vorlage der Kreditkarten-Daten verkaufen. Dieses Angebot, das wesentliche Vorteile gegenüber anderen Zahlungsmethoden bietet und darüber hinaus mit einer Reihe von Extraleistungen, so zum Beispiel unterschiedliche Versicherungen, aufgewertet wird, hat natürlich seinen Preis.

Transaktionsunabhängige Kosten

Zunächst einmal fällt bei einer Kreditkarte die jährliche Grundgebühr an, die zwischen 10 Euro und bis zu 150 Euro variiert. Diese Jahresgebühr fällt vom Grundsatz her unabhängig von Kontostand und Umsatz an, wird aber bei einigen Anbietern in Abhängigkeit von der Umsatzhöhe reduziert oder sogar ganz erlassen. Teilweise fällt die Grundgebühr bei Neukunden auch für das erste Jahr weg, wird danach aber regelmäßig berechnet.

Transaktionsabhängige Kosten

Gebühren beim Einsatz der KreditkarteEin weiterer Kostenblock sind die sogenannten transaktionsabhängigen Gebühren wie zum Beispiel für Barabhebungen oder Zahlungen in Ländern außerhalb der EU. Abhängig vom Kreditkartenanbieter kostet eine Barabhebung am Schalter oder Automaten meistens eine festgelegte Gebühr, die in der Regel mit einem Mindestbetrag ausgewiesen ist und einen prozentualen Anteil von der ausgezahlten Summe beträgt. Einige wenige Kreditkartenanbieter stellen diese Leistung aber auch ohne Gebühren zur Verfügung. Darüber hinaus sind die Barabhebungen fast immer zeitlich in der Höhe begrenzt. Für die bargeldlosen Zahlungen mit der Kreditkarte fallen innerhalb Deutschlands und der EU keine zusätzlichen Kosten für den Kunden an. Die dabei trotzdem anfallenden Kosten werden durch die Händler bzw. die Zahlungsempfänger getragen. Allerdings kalkulieren viele Händler die Gebühren, die sie in Abhängigkeit vom Verkaufspreis an die Kartenherausgeber bezahlen müssen, schon vorher in die Endpreise ein, was einer versteckten Gebührenberechnung gleichkommt. Es gibt auch Händler, die dem Kunden alleine für das Bezahlen mit Kreditkarte eine Gebühr berechnen. Üblich ist dieses zum Beispiel bei Fluggesellschaften und einigen Internetanbietern. In der Regel werden dem Kunden in diesem Fall aber gleichzeitig andere Zahlungsmöglichleiten angeboten. Wenn die Kreditkarte allerdings außerhalb Europas eingesetzt wird, werden in Abhängigkeit vom Kreditkartenanbieter Gebühren zwischen 1 bis 3 Prozent der bezahlten Summe fällig.

Zinsen

Der größte Kostenblock bei den Kreditkarten fällt durch die Sollzinsen an, die von der Höhe ähnlich wie die Zinsen für einen Dispokredit liegen. Sie werden fällig, wenn der Kunde den Saldo nicht innerhalb eines festgelegten Zeitraums ausgleicht. In der Regel erfolgt der Ausgleich des Saldos einmal im Monat. Mit einer regelmäßigen Überwachung seines Kreditkartensaldos kann man diesen Kostenblock jedoch maßgeblich beeinflussen.